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Die Chancen der Krise digital nutzen

Lucas Greger

RPA

22. Mai 2020

Seit Beginn der Corona-Krise haben viele Banken Ad-hoc-Maßnahmen zum Erhalt ihrer  operativen Handlungsfähigkeit und Absicherung des Kundengeschäfts umgesetzt. Zahlreiche Prozesse wurden dem Krisenmodus angepasst, Regelungen zur Steuerung der Mitarbeitenden vor Ort und im Homeoffice wurden erarbeitet, angewandt und weiter professionalisiert. Mit hoher Wahrscheinlichkeit werden viele dieser in der Krise formulierten Flexibilitätsansprüche nach der Pandemie in einen „neuen“ Alltag übergehen −  der Umgang mit dem Homeoffice wird selbstverständlicher, Kundenprozesse werden noch  standortunabhängiger und Angebote noch weitergehender individualisiert.

Doch die Krise hält vielen Geldhäusern auch den Spiegel vor. Unzählige Baustellen im Bereich der Prozessdigitalisierung wurden in den letzten Jahren begonnen, oft aber unabgeschlossen vernachlässigt. Dies rächt sich jetzt bitter. Besonders in diesem hochaktuellen Themenfeld Digitalisierung offenbaren sich die Defizite einer verschlafenen Weiterentwicklung. Dies umfasst nicht nur IT-strukturelle Versäumnisse auf Seiten der Prozesse, sondern auch eine verpasste Schulung der Prozessausführenden, um so digitale Verständnis- und Akzeptanzlücken frühzeitig zu schließen. Bei der Prozessoptimierung wurde hauptsächlich auf Effizienz gesetzt, was mit dem Einsatz vieler „günstiger“, taskbezogener IT-Tools angestrebt wurde. Das Ergebnis ist in vielen Banken eine IT-Landschaft, die unübersichtlich strukturiert und von unkooperativem Silodenken geprägt ist. Eine nachhaltige Prozessoptimierung verfolgt eigentlich die entgegengesetzte Richtung. Sie versucht alle  Prozessbeteiligten miteinzubeziehen und sie von den Optimierungsvorteilen und Verbesserungen zu überzeugen. Nur so lassen sich Einsichten vermitteln und die Transformationsmotivation stärken.

RPA als Brückenbauer

Hier kann RPA in herausfordernden Unternehmenssituationen als Brückenbauer
fungieren. RPA verbindet im Zusammenwirken mit anderen Technologien Abteilungen
oder organisiert Schnittstellen zum Kunden.  Ihr Einsatz  „zwingt“ zur prozessualen Betrachtung der
Wertschöpfungskette, hinterfragt den Prozessablauf, verbindet diverse Tools und
erleichtert das Tagesgeschäft. Damit ist diese Technologie wie geschaffen, den
Mitarbeiter bei der Informationsgewinnung und -verarbeitung zu unterstützen.
Letztendliche Zielsetzung muss es sein, mit Prozessen von hoher Datenqualität, die
Interaktion mit dem Kunden  schneller, transparenter
und individueller zu gestalten.

Soweit die Theorie – welche konkreten Herausforderung bei der Umstellung eines internen Feedbackprozesses von digital auf RPA-unterstützt zu meistern sind, lesen Sie in unserem kommenden Case Study-Post.

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